Sananda

Verein für Verbindungskultur, Potentialentfaltung und Selbstermächtigung

Schattenarbeit

Was ist ein Schatten?

Wir alle haben in der Kindheit gelernt, dass manche Eigenschaften, Verhaltensweisen und/oder Gefühle in unserem Umfeld nicht gerne gesehen oder sogar abgelehnt wurden. Da wir zu dieser Zeit von unseren Bezugspersonen abhängig waren, haben wir eben diese abgelehnten Seiten von uns in den Schatten verbannt – d.h. verdrängt.

Aus „Das macht man nicht!“ oder „Das gehört sich nicht!“ wird „So bin ich nicht!“

Wofür Schattenarbeit?

Jetzt ist es aber so, dass „alle“ Eigenschaften, Verhaltensweisen und Gefühle (EVG’s) ihre nützlichen / konstruktiven und hemmenden / destruktiven Seiten haben.

Wenn wir also diese schlechten EVG’s weiter ablehnen weil es früher gefährlich war, dann können wir auch nicht auf die nützlichen Aspekte zugreifen. Die Schattenarbeit hilft uns eben diese Schatten und somit auch die nützlichen Seiten zu integrieren.

Was ist den dann mit den hemmenden und destruktiven Aspekten dieser EVG’s?

Diese „negativen“ Aspekte werden nur deshalb als negativ eingestuft, weil dadurch dass wir sie verdrängen schlummern sie im Untergrund und kommen oft explosionsartig an die Oberfläche und wirken dann meist sehr zerstörerisch.

Als Veranschaulichung dient das Bild des Luftballons der unter Wasser gedrückt wird. Es benötigt ständig einer gewissen Kraft, ihn unter Wasser zu halten. Ein kurzer Augenblick der Nachlässigkeit und der Ballon schießt über die Wasseroberfläche

Ein Beispiel dafür:

Wut/Aggression:

Wütend zu sein wird gerne mit unkontrolliert geleichgesetzt. Wut ist allerdings ein Gefühl, dass uns ein Zeichen gibt wenn eine Grenze überschritten wird oder droht überschritten zu werden und ein Zeichen von „ich bekomme nicht das was ich will“

So kann es passieren, dass wenn ich die Wut im Schatten habe, Menschen ständig über meine Grenzen trampeln. Ich es womöglich nicht einmal merke. Alles mache was andere von mir wollen. Ein Ja-Sager bin. Ich darf nicht wütend sein, darf keine Granzen setzen, kein Nein sagen – Das alles wird mit „so darf ich nicht sein“ abgehalten. Wenn das zutrifft, dann wird sich früher oder später der angestaute Ärger seinen Weg sucht. Entweder durch eine Explosion / Wutausbruch nach Außen oder aber nach Innen durch Selbstvorwürfe oder Selbstzerfleischungen.

Ist die Wut Integriert weiß ich was ich will und was nicht. Mir werden Grenzverletzungen zeitnah auffallen und ich kann das an die Situation angemessene Maß an Ärger ausdrücken.

Aggression leitet sich vom lateinischen Verb „aggredior – adgredi“ ab, was soviel wie „herangehen“ und „zuwenden“ bedeutet. Das ist eben die Kraft, die ich brauche um das zu bekommen was ich will. Nicht im kindlichen Sinn sondern reifen Sinne – z.B. im Erreichen von Zielen

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