Wheel of Consent®
Tauche ein in eine Welt, in der Zustimmung, Selbstbestimmung und respektvolle Kommunikation im Mittelpunkt stehen.
Wünschst du dir einen klaren und sicheren Raum, in dem du Berührungen auf eine achtsame, respektvolle und langsame Art und Weise erfahren kannst?
Entwickelt von der renommierten Kiropraktikerin und sexological Bodyworker Dr. Betty Martin, bietet dieses einfache und tiefgehende Konzept des Konsensrades einen klaren Rahmen für achtsame Berührung und bewusste Interaktionen.
Wofür Konsens?
Wir sind sozialisierte Wesen, auch in Hinblick auf Berührungen. Wir berühren Menschen und tun Dinge, manchmal/oft automatisiert ohne sie zu hinterfragen.
In einem mehr oder weniger alltäglichen Szenario, berührst du deine*n Partner*in eher intuitiv.
Manchmal so, wie es dir gefällt und manchmal so wie es deinem Gegenüber gefällt.
In den meisten Fällen verschwimmt die Klarheit für wen es ein Geschenk ist – im besten Fall ist es für beide stimmig, manchmal jedoch leider nicht. Um dafür sensibler zu werden, ist es sehr hilfreich, sich die verschiedenen möglichen Rollen in einer zwischenmenschlichen Interaktion näher anzusehen.
Sich treiben zu lassen und gemeinsam zu fließen, ist etwas sehr Schönes und Inniges.
Wenn allerdings wenig Bewusstsein und Achtsamkeit für die Situation und das Gegenüber da sind, kann sich leicht ein Ungleichgewicht an Berührungsgenuss einstellen. (Noch schwieriger wird es, wenn beide gleichzeitig berühren und berührt werden.)
In manchen/ruhigen Momenten können folgende Fragen auftauchen:
– War das okay wie das letztens ablief (für mich/ die andere Person?)
– Will ich das im Moment so, wie es passiert?
– Was will ich jetzt gerade?
– Darf ich das tun (ohne über Grenzen zu gehen)?
– Gefällt das meinem Gegenüber?
Beim Wheel of Consent® werden folgende Aspekte/Fragen durchdacht:
– Wer handelt?
– Wer bekommt?
– Wer gibt?
Daraus ergeben sich die in der Grafik sichtbaren Rollen:
Dienen, Annehmen, Nehmen, Erlauben

Wenn der Rahmen, die Rolle und die Grenzen klar sind,hat dein System die Möglichkeit sich dieser Erfahrung voll hinzugeben. Es ist sicher und kann entspannen.
- Du sprichst deine Grenzen aus und dein Gegenüber wird sie wahren.
- Die Klarheit über die Auswahl der Körperbereiche, welche berührt werden, die Form/ Intensität (sanft, kräftig, streichelnd, knetend, klopfend…), das Tempo und die Dynamik (langsam, schnell, statisch, beweglich) helfen deinem Gegenüber, dir genau das zu Geben oder zu erlauben, was du erfragst.
- Jede*r sorgt für sich und ist selbstverantworklich für die eigenen Wünsche und Grenzen – das macht frei.
- Der zeitliche Rahmen gibt dir Sicherheit Dinge ausprobieren zu können – es ist nur für 3 Minuten.
Drei Minuten wird eine Berührung ausgeübt, nachdem der gemeinsame Konsens dazu gefunden wurde. Im Paar wird also die Frage „Würdest Du…? oder „Darf ich…?“ gestellt und das Gegenüber entscheidet, ob die gefragte Handlung für sie stimmig ist. Wenn ja, kann sie zustimmen, wenn nein, ist es wichtig, dass zu sagen. Vielleicht benötigt sie mehr Information, wie die Berührung genau aussehen würde oder es ist ein klares Nein, weil eine Grenze überschritten werden würde. Erst dann passiert die Berührung – für drei Minuten. Anschließend werden die Rollen gewechselt und es folgt Zeit für einen verbalen Austausch.
- du genießt Berührungen – merkst aber evtl. auch Unsicherheiten bei diesem Thema
- du bemerkst eine Disbalance von Geben und Bekommen und möchtest einen Ausweg finden
- du willst Spielerisches in deine Beziehungen bringen
- du wünschst dir Klarheit in deinen körperlichen Begegnungen mit Menschen
- du möchtest deine Grenzen ausloten/ evtl. erweitern
- du bist experimentierfreudig und willst gerne in diesen Themen forschen
- du kommst alleine und möchtest Berührungserfahrungen mit anderen Menschen machen
- ihr kommt zu zweit und könnt in diesem vertrauten Setting forschen und euch jederzeit dazu entscheiden euren Erfahrungsraum auf andere Menschen zu erweitern
In einer kleinen Gruppe bis max. 10 Personen üben wir die vier Rollen des Konsensrades, das uns auf eindrückliche Art und Weise zeigt, welche Rollen wir während einer Berührungssession einnehmen können.
Wir erläutern abschnittsweise das Konsensrad und geben Beispiele für das darauffolgende 3-Minuten-Spiel, welches ihr mit euren (wechselnden) Partner*innen durchführen werdet. Zum Ankommen und zur Auflockerung gibt es angeleitete und freie Bewegungssequenzen.
Weiterführende Infos zum Thema Wheel of Consent® auf der offiziellen Seite von Betty Martin
Downloadbereich in verschiedenen Sprachen ebenfalls von der offiziellen Seite
